Bouldern in der Schweiz: Gotthardpass

Der Hochsommer mit 30°C ist bekanntliche nicht die perfekte Saison zum Bouldern. Was macht man nun, wenn man trotzdem nicht auf Wasserski oder Beachvolleyball umsteigen möchte? Man versucht der hochsommerlichen Hitze zu entfliehen. Da stellt sich die Frage nach dem wohin, wenn man den logistischen Aufwand klein halten möchte. Die Antwort: Alpines Bouldern in der Schweiz!
Anfang Juli verschlug es uns schon einmal an den Gotthardpass und es gefiel uns so gut, dass wir beschlossen, im September noch einmal eine Woche dort zu verbringen... Als die Temperaturen im Juli in Deutschland über der 35° Marke lagen, waren es am Gotthardpass angenehme 20°C und die Sonne schien fast jeden Tag. Nicht nur die deutlich kühleren Temperaturen sondern auch der frische Wind sorgte für gute Bedingungen zum Bouldern.
Im Juli hatten wir fast jeden Abend Regen und Gewitter, konnten aber trotzdem jeden Tag bouldern, da die Blöcke sehr schnell abtrocknen.
Jetzt im September waren die Temperaturen zwischen 5 und 15°C. Fast perfekt für Fans des gepflegten Grips auch ohne eingefrorene Finger ;)

Landschaft


Die Blöcke am Gotthardpass erstrecken sich über 13 Sektoren. Die Sektoren sind oftmals nicht sehr groß, aber lasst euch sagen: Hier geht Qualtität vor Quantität. Fast jeder Sektor hat mindestens einen 5-Sterne-Boulder nach dem dann auch oft der Sektor benannt ist (Beispiel: Sektor Dark Side: "Dark Side of the Moon" SD 8a / FA: N. Vonarburg & Dave Graham).
Wenn man nur für ein paar Tage da ist, sollte man sich eventuell einfach erstmal die Sahnestücken herauspicken da der rauhe Granit auch seinen Tribut an Haut fordert. Auch ein längerer Aufenthalt lohnt sich, da in der Nähe viele weitere lohnenswerte Gebiete sind: Sustenpass, Steingletscher und der Grimselpass um nur ein paar zu nennen.

Beduro SD 6b+
Alinghi 6c
Namenlose 6a

Wo wir von Sahnestücken sprechen: "Trieste-Gottardo" im Sektor Ecstasy zählt ganz klar zu dieser Gattung. Meiner Meinung nach der beste Boulder auf dem Gotthardpass: Optisch schon ein Hammerblock mit genialen Zügen bis zu einer miesen Zange an der Kante. Wer einbeinige Kniebeuge kann ist dann beim Aufsteher auf der Platte im Vorteil :) Wer das nicht kann, dem hilft ein Minikiesel beim Aufrichten. Für mich zählt der Boulder zu meinen absoluten Highlights...

Trieste-Gotthardo
L'Edile 7a
Trieste-Gotthardo


Video von Trieste-Gottardo und Suworow


Highlights:

  • Sektor Ecstasy: Trieste-Gottardo 7c+ (SD 7c+/8a): DER Boulder auf dem Gotthardpass, allein dafür lohnt der Besuch
  • Sektor Suworow: Suworow SD 7b+
  • Sektor Parking: Drago Rosso SD 6c
  • Sektor: Dark Side: Alinghi SD 6c (Tines erste 6c und echt ein Brett)
  • Sektor Loch Ness: Beduro SD 6b+

 

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